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| 288 | Leises Reden | 18.01.26 | ||
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Vorschautext: Man spricht so schnell, man hört sich kaum, das Wort wird hell, vergeht im Raum. Es bleibt nicht hier, es fliegt davon, verliert sich leis im flüchtigen Ton. Man klagt und schiebt, was Schmerzen bringt, wer laut nur lebt, verliert und sinkt. Denn wer im Lärm sein Herz vergisst, verliert den Mut, der leise ist. Ein gutes Wort wiegt mehr als Streit, es trägt dich sanft durch schwere Zeit. ... |
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| 287 | Arktische Gewichte | 18.01.26 | ||
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Vorschautext: Trump schürt den Streit, der Norden bebt vor Macht, mit Zöllen hart gezählt, entfacht er kalte Nacht. Europa steht empört, erhebt sich zum Gewehr, verwehrt der Drohung Trotz, dem Druck das freie Meer. Auf Dänemark Geheiß erkunden Truppen Land, wo Eis und Himmel wachsam schmieden stillen Stand. Der Präsident ruft laut: Nur wir sind Schild und Bann, gegen Russ´ und Chinas Sturm - so spricht der starke Mann. Doch über Eis und Zoll, über Drohwort und Geschrei, fragt stumm der arktische Wind, wem Macht gegeben sei. ... |
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| 286 | Kreis aus Schatten | 18.01.26 | ||
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Vorschautext: Ich renne durch die Nacht, die Wege weich mir aus. Etwas hält mich in der Macht, kein Ort wird mir zu Haus. Ich suche still ein Licht, doch alles bleibt im Grau. Die Welt erkennt mich nicht und mir selbst noch kaum. Ein Fremder bleibt kurz steh´n, ich wende mich sofort. ... |
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| 285 | Wenn etwas wieder Wurzeln fasst | 18.01.26 | ||
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Vorschautext: Ich sitze bei einer Pflanze still, sie wirkt erschöpft, doch nicht verloren. Ich spüre, dass auch ich wachsen will, als wäre in mir ein Keim geboren. Die Pflanze und ich – ein Gleichgewicht, wir brauchen Wärme, Zeit und Licht. Und wenn uns jemand Pflege schenkt, dann blühen wir, ganz sacht und schlicht. Die alten Tränen trocknen sacht, der Schmerz war schwer, doch nicht für immer. ... |
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| 284 | Am Rand der Erholung | 18.01.26 | ||
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Vorschautext: Im Januar fahre ich endlich ans Meer, die Zeit nach der Krankheit drückt mich sehr. Der Krebs ist vorbei, doch Müdigkeit schwer, die Fatigue begleitet mich immer mehr. Ich gehe zur Reha, Schritt für Schritt, will lernen, was Kraft mir geben kann. Die Tage lehren mich, achtsam mit mir zu sein und finde Ruhe, wo ich nur langsam gehen kann. Am Ende hoffe ich, ein Stück zu mir zurück, die Müdigkeit nicht zu bekämpfen, nur zu lenken. ... |
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| 283 | Fatigue – Der müde Körper | 17.01.26 | ||
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Vorschautext: Mein Körper trägt den stillen Brand, der tief in seinem Innern wohnt, Ein unsichtbarer Gegenstand, der jede Kraft im Schweigen schont. Ein stiller Feind in meinem Blut, er frisst die Kraft, macht alles schwer. Kein Morgen kennt mehr frischen Mut, mein Atem irrt wie leeres Meer. Die Knochen kalt, der Blick ins Glas, die Zeit zerrinnt wie fahles Licht. ... |
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| 282 | Unter den Schatten deiner Worte 2 | 17.01.26 | ||
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Vorschautext: Du redest wirr und ohne Halt, doch glaubst dich selbst in deinem Recht. Dein Wort wird brüchig, kalt und alt, die Wahrheit flieht vor deinem Sprech-. Du drehst dich fort vor jedem Licht, verwebst aus Luft ein falsches Spiel. Doch alles Lügen trägt es nicht, am Ende bleibt davon nicht viel. Kein Dialog führt irgendwohin, wenn jedes Wort in Trug zerfällt. ... |
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| 281 | Im Spiegel der Tränen | 16.01.26 | ||
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Vorschautext: Dort drüben steht eine Frau im Licht, sie weint so still, ihr Herz zerbricht. Aus kleinem Ort, von Leid gezeichnet, von dunkler Angst fast ganz enteignet. Ihr Blick trifft mich, so schwer, so klar, als ob kein Trost mehr möglich war. Ich sehe, wie sie kaum noch steht, weil jede ihrer Tränen tiefer geht. Ich geh zu ihr hin, ganz ohne Hast, nehme ihre Hand, die zittert fast. ... |
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| 280 | Leiser Mut | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Im Schein des Abends tritt er zurück, sein Weg wird still, doch nicht ganz leer. Ein leiser, nachdenklicher Blick, der sagt: Ich kämpfe, mehr und mehr. Ein Schatten liegt auf Raum und Zeit, doch Hoffnung bleibt im leisen Wort. Sie trägt ihn durch die Dunkelheit und flüstert: Geh nur weiter fort. Und zu den Menschen, die er kennt, spricht er ganz ruhig, klar und sacht: ... |
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| 279 | Hinter den Kulissen | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Er trug zuletzt so manche schwere Last und wir urteilten schnell, ohne Fragen. Oft liegt im Schatten, was man leicht verpasst, was Menschen still in ihrem Innern tragen. Nun sieht man klar: Er kämpft in tiefem Mut, ein Weg, den keiner außen wahrgenommen. Vielleicht täte uns etwas Geduld ganz gut, bevor wir rasch ein Urteil übernommen. So lasst uns lernen, einen Schritt zurückzugehen, bevor wir schnell in harte Worte flüchten. ... |
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| 278 | Wenn alles auf mich fällt | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Von überall droht Last, sie lässt mir keine Ruh. Sie packt mich ohne Rast und ich mach still die Augen zu. Ich sehe die andern froh, als würde es nur ihnen gut ergehen. Sie ergreifen Chancen so und lassen mich im Regen steh´n. Ich würde gern tief im Sand, die Sorgen einmal ruhen. ... |
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| 277 | Wenn Tränen Wege öffnen | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Tränen rinnen leise und sacht, sie sagen still: „Bleib hier bei mir“. Sie kommen schnell in dunkler Nacht, wenn Schmerz zu schwer wird tief in dir. Tränen zeigen, was dich trifft, sie sprechen mehr als jedes Wort. Sie tragen das Gefühl ans Licht und nehmen etwas Schwere fort. Tränen hängen oft an Leid, doch niemand muss allein das tragen. ... |
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| 276 | Noch bleibt mir Zeit | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Ich merke: mancher Weg ist schwer, doch irgendwo brennt noch ein Licht. Auch wenn die Schatten drücken sehr, verlier ich meinen Mut doch nicht. Wenn Sorgen manchmal übergehn und Zukunft nur wie Nebel scheint, kann trotzdem Neues noch entstehn, bis irgendwann mein Herz vereint. Vielleicht wird manches neu gewoben, wenn ich den nächsten Morgen seh´. ... |
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| 275 | Delphingruß | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Ich mag die Delphine, ihr Lachen so leicht. Sie tanzen im Blauen, wo niemand sie erreicht. Ich mag die Delphine, so hell und so frei. Sie springen wie Träume, der Himmel steht bei. Ihr Tanzen im Blauen, erfüllt mich mit Glück. ... |
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| 274 | Nächtlicher Widerhall | 15.01.26 | ||
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Vorschautext: Im Traum gefangen, Nacht für Nacht, ein Schrei, der mich aus Schatten reißt. Was immer dort in mir erwacht, macht jede Stille frostig, heiß. Ich suche Schuld und finde nichts, mein Herz bleibt dennoch voller Beb´ Etwas verbirgt sich im Gesicht - das nur im Dunkel will noch schweb´ Es steigt so Altes aus dem Grund, das längst in Schweigen unterging. ... |
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| 273 | Hinter stillen Augen | 14.01.26 | ||
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Vorschautext: Ich sehe die Tränen, die hier fließen, bemühe´ mich, sie zu verstehen. Doch meine bleiben ungeschlossen - wer kann durch meine Stille gehen? Ich sehe was die Menschen leiden, doch wer versteht was ich empfind? Ich hör ihr Weinen, kann nicht meiden, doch meine Stille bleibt geschwind. Sag ich, was wirklich mich bedrückt, so heißt es dann, ich seie wirr. ... |
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| 272 | Wehwehchen – Walzer | 14.01.26 | ||
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Vorschautext: Mein Rücken knackt wie altes Holz, mein Knie macht „Knirsch“ im Takt. Ich geh trotzdem noch ziemlich stolz, auch wenn´s im Kreuz laut knackt. Ich nahm ne Pille, blau und rund, sie sollte ihre Wunder tun. Doch außer leichtem Magenschwund, ließ sie mich nur müde ruhn. Der Doktor schaut mich ernsthaft an, als wär ich selten dumm. ... |
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| 271 | Hinter deiner Mauer | 14.01.26 | ||
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Vorschautext: Warum verwehrst du dir das Licht? Warum bleibt jeder dir so fern? Warum vertraust du ihnen nicht? Warum willst du dich nicht begern? Warum befreist du dich noch nicht? Kein Mensch bleibt je von Fehlern frei. Doch niemand trägt ein Engelslicht und keiner wird vollkommen sein. Warum gehst du den Weg allein? Warum versperrst du dir die Sicht? ... |
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| 270 | Eis aus Worten | 13.01.26 | ||
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Vorschautext: Im Norden knirscht das alte Recht, im Frost wird Macht erneut gerecht. Ein Anspruch fällt wie kalter Stein, ins Schweigen aus dem Polarmeer hinein. Verbündete flüstern Schutz und Pflicht, doch ändern sanfte Pläne nichts. Die Arktis hört, was keiner sagt, wenn Stärke leise Grenzen fragt. So steht die Welt im weißen Raum, zwischen Drohungen, Angst und Traum. ... |
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| 269 | Wenn keiner stehen bleibt | 13.01.26 | ||
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Vorschautext: Ihr hört mir kaum in Ruhe zu und jedes Wort verhallt im Raum. Ich frag mich längst: Wozu das nu? Denn Hilfe bleibt nur leerer Traum. Ihr sollt mich tragen, wenn´s mich drückt und stehen bleiben, wenn´s mich beugt. Doch nichts davon hat je geglückt, wenn Not sich still nach Halt verneigt. So steh ich wieder ganz allein, ihr dreht euch weg beim kleinsten Schlag. ... |
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