ZOM SCHLUSS (Liedtext schwäbisch)

Ein Gedicht von Ulrich Lang
Zom Schluss mir heit abend no kurz ieberlegat
was alles den Dag onser Welt so bewegt hat
die Männer hen wieder die Fraua betroga
die Lehrer hen wieder die Schialer beloga
die Kender sen wieder uff d´Welt heit gekomma
de Arbeiter hat mr des G´schäft weggenomma

Zom Schluss mir heit abend no kurz ieberlegat
was alles den Dag onser Welt so bewegt hat
die Eltern hen wieder ihr Sprössling herg´schlaga
durch Krankheit ond Seucha gab´s Kummer ond Plaga
die Räuber war´n wieder am Bank ieberfalla
d´Soldata war´n wieder am Menscha abknalla

RF: Die Erde sich trotzdem om d´Sonna no dreht
-dr Rega no rennt ond dr Wend weiter weht
-au wenn älles sonsch aus de Fuga bald kracht
-drom schlafat sche ei, Leit - ade ond guat Nacht

Zom Schluss mir heit abend no kurz ieberlegat
was alles den Dag onser Welt so bewegt hat
die Flüss hat mr wieder mit Giftstoff bereichert
d´Computer hen wieder meh Data eig´speichert
dr Dollarkurs war wieder mächtich am Schwanka
d´Benzinpreis sen wieder gerata ens Wanka

Zom Schluss mir heit abend no kurz ieberlegat
was alles den Dag onser Welt so bewegt hat
die Hongrige sen ihre Quala erlega
die Satte verfettat mit Druck en de Mäga
die Mächt´ge sich drohat ond s´Leba vermiesat
mir Sänger ons d´Omacht durch Liader versiaßat

RF, RF

Informationen zum Gedicht: ZOM SCHLUSS (Liedtext schwäbisch)

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01.10.2014
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ulrich Lang) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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