Wozu?

Ein Gedicht von Hihö
Streß und Hast und große Eile,
nirgendwo gut Ding, gut Weile.
Aller Orts nur ein sinnlos Jagen,
darüber samt und sonders Klagen.

Heut noch muß man alles richten,
morgen reicht nicht mehr, mitnichten.
Jedermann hetzt – alle rennen.
„Flüchten“ möcht man‘s beinahe nennen.

Selbst manch Alter macht da mit,
hält mühsam nur der Jugend Schritt
und muß dieses noch – und jenes haben –
obwohl: Nächstens wird er bereits begraben.

Derweil beim Sensenmann das Eisen blitzt,
wird beim Neubau noch geschwitzt.
Lautlosen Schritts naht rundum Freund Hein
und legt die Ruhelosen in ihr Grab hinein.

Wozu nun das rastlos’ Mühen, Plagen?
Wozu nach Geld und Schätzen jagen?
Wozu nach Macht auf Erden streben?
Wahrlich!
Zu kurz ist dafür unser Leben!


Copyright © da Hihö
2000

Informationen zum Gedicht: Wozu?

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22.01.2019
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