Wandlung

Ein Gedicht von Hihö
Ach, daß ich noch ein Jüngling sei,
der des Nachmittags die Schule schwänzte,
der dein Haar mit Löwenzahn bekränzte
für unsre allererste süße Liebelei.

Ach, daß im frühen Herbst der Wind
mich aus dem schönen Traum gerissen.
Berauscht von unsren ersten Küssen,
ward ich selig wieder wie ein Kind.

Ach, du sahest mich nur zärtlich an.
Du hast den Traum mir nicht zerrissen.
Fortan ließest du dich willig küssen –
und eh ich mich versah – ward ich ein Mann.


Copyright © da Hihö
1967

Informationen zum Gedicht: Wandlung

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12.01.2019
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