Verzweiflung und Resignation

Ein Gedicht von Hihö
Aus der Brust manchmal im Schmerz
reißen möchte ich mein Herz.
Oh, daß nur Tränen ohne Zahl
ertränkten meiner Seele Qual.

Wohin fliehst du Zeit in Windeseile?
Bliebst du zurück nur eine Weile,
nähmst die Erinnerung mit dir
und ließest, was du fortnimmst, hier!

Wie viele Hiebe harter Ruten?
Wie viele Wunden müssen bluten
um zu tilgen meine Schuld?!
Wie viele Leiden in Geduld?

Ach! Was hoffe ich auf andrer Liebe,
was zähle ich auf andrer Gunst?
Wenn nur ein wenig Hoffnung bliebe,
wär’ der Glaube keine Kunst!

So bin ich geboren auf ewig zu leiden.
Aus ist die Zeit, die so schön war mit dir.
So bin ich gezwungen auf immer zu scheiden,
allein in die Einsamkeit, die so treu steht zu mir.


Copyright © da Hihö
1972

Informationen zum Gedicht: Verzweiflung und Resignation

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16.09.2020
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