Trittstein

Ein Gedicht von Hihö
Endlich liegst du an meinem Haus,
aus den Bergen nahm ich dich raus.
Du sollst einst meine Einfahrt zieren.
Brauchst dich deshalb nicht genieren.

Allseits habe dich geschnitten,
dabei hast freilich arg gelitten.
Hast geschrie’n – hast gefaucht,
hast ein wenig auch geraucht.

Schließlich konnte ich zufrieden sein:
Erst ein Felsen, nun ein Pflasterstein,
liegst du im Kiesbett für lange Zeit. –
... Zeit? Na, dagegen bist du ja gefeit.

Hier mußt du dich zwar treten lassen,
mit Stupsern oder Stößen dich befassen.
Doch je länger wir uns beide kennen,
werde ich dich „Schöner Trittstein“ nennen.


Copyright © da Hihö
2010

Informationen zum Gedicht: Trittstein

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17.10.2020
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