SO BIS OSTERN UNGEFÄHR

Ein Gedicht von Ulrich Lang
Überall die Blümlein sprießen,
es ist ein Genuss, wenn´s kalt,
niemand ist ringsum am Grillen,
doch s´kommt der Verdruss wohl bald.

Gern bis dahin wand´r ich fleißig,
schau in viele Wiesen rein,
wo in aller Seelenruhe
diese Wunder sprießen fein.

Fast mein Herz beginnt zu jauchzen,
doch ich sehe schon, s´fängt an,
Nachbarn ihren Grill entrosten,
man lacht voller Hohn gleich dann,

weil man weiß, dass aus ich raste,
wenn man jede Nacht bis zwei
Party macht und nebenher noch
Würste streng verbrennt dabei.

Laute Rasenmäher sorgen,
dass das Bunte fehlt bald hier,
statt nach zarten Blumenknospen
stinkt´s nach Schweinehals und Bier.

Kurz zuvor fühl ich mich glücklich,
keiner macht mir´s Leben schwer,
s´ist die schönste Zeit des Jahres,
so bis Ostern ungefähr.

Informationen zum Gedicht: SO BIS OSTERN UNGEFÄHR

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17.04.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ulrich Lang) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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