Siebzehn

Ein Gedicht von Hihö
Mit siebzehn war er schon recht wild.
Die Lehrer machten sich ihr eignes Bild.
Bei den Noten war nichts zu machen,
da hatte er meist das letzte Lachen.

Waren die Lehrerinnen recht adrett,
fand er das natürlich besonders nett –
und gab’s mal etwas zu erhaschen,
steckten Hände rasch in den Hosentaschen.

Nachträglich sag’ ich mit Goethe heute
(pardon, ihr allerliebsten Leute):

„Gerne der Zeiten gedenk ich,
da alle Glieder gelenkig –
bis auf eins.
Doch die Zeiten sind vorüber,
steif geworden alle Glieder –
bis auf eins.“


Copyright © da Hihö
1965 / 2013

Informationen zum Gedicht: Siebzehn

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12.01.2019
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