Mein treuer Freund

Ein Gedicht von Hihö
(Post mortem)


Schwere Last hatt’ ich zu tragen.
Ging hinaus in Feld und Wald,
um mit meinem Freund zu klagen.
Die Abenddämmerung nahte bald.

So ich ihm klagte, mit ihm sprach,
geduldig ging er nebenher.
Doch aus der Bäume Schatten brach
ein Schrei, und wir erschraken sehr.

Schon stürzte auf uns eine Horde
ruchloser wilder Raubgesellen
und schlugen auf uns ein zum Morde,
Messer blitzten auf an vielen Stellen.

Mein tapfrer Freund kämpfte gegen alle!
Mit aller Kraft, für mich und sich.
Doch blutüberströmt kam ich zu Falle.
Die Schergen stürzten über mich.

Der Freund entkam der wilden Horde.
Für mich war’s der letzte gottgegeb'ne Tag.
Mein treuer Freund entging dem Morde.
Nun liegt er Tag für Tag an meinem Grab!


Copyright © da Hihö
2013

Informationen zum Gedicht: Mein treuer Freund

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22.05.2019
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