Jung-Reineke staunte sehr!

Ein Gedicht von Hihö
Ein junger Fuchs ging im Wald spazieren;
wahrscheinlich – um sich zu amüsieren.
Dabei sah er ein fremdes Tier beim Teich.
Der Fuchs sprang hin und fragte gleich:
„Sag an, was bist du für ein lustig’ Tier?
Ich bin noch klein – so sag es mir!“

Das fremde Tier sprach frank und frisch:
„Mein Vater war ein toller Fisch!
Die Mutter war ’ne schöne Otter,
also bin ich ein toller Schön-Fischotter!“

Der junge Fuchs befand das als sehr richtig,
bedankte sich und verschwand auf „wichtig“.
Da sah er noch ein fremdes Tier beim Teich.
Füchslein sprang hin und fragte gleich:
„Sag an, was bist du für ein lustig’ Tier?
Ich bin noch klein – So sag es mir!“

Das fremde Tier sprach nur sehr wirsch:
„Mein Vater war ein toller Hirsch,
die Mutter war ’ne schöne Kuh!“
Der Fuchs fiel ein: „… Du bist ’ne tolle Schön-Hirschkuh!“

So war’s denn auch! Der Fuchs lief fröhlich weiter
und sah alsbald ein drollig’ Tier …und rief heiter:
„Sag an, was bist für ein drollig’ Tier?
Ich bin noch klein – so sag’s es mir!“
Das, was er hörte – pardon – war ordinär!
War nur Gebrumm und: „Ameisenbär!“

Jung-Reineke dachte lange lange nach;
..... Dann lachte er –
... und staunte sehr!


Copyright © da Hihö
1986

Informationen zum Gedicht: Jung-Reineke staunte sehr!

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13.08.2019
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