ER ist die Zeit

Ein Gedicht von Hihö
(Yukon Territory 3013)


Er geht hinaus ins Steinemeer
Menschen gibt’s hier nicht mehr.
Sonst scheint alles wie zuvor
nur der Mond kommt fahl ihm vor.

Still wie immer, schläft das Land.
Das Meer schlägt leise an den Strand.
Diesmal sucht sein Blick die Sterne,
gern sähe er noch weiter in die Ferne.

Er ist allein. Ruhig ist die Welt.
Ist er der Letzte, den sie noch hält?
Von Milliarden sei nur er allein am Leben?
Irgendwo müßt's doch noch Menschen geben.

Und wo ist Gott? Längst ist er unbedacht?
ER, der diese Welt für uns gemacht.
Sein Werk zerstört, von einem Wicht.
Wär es möglich, es gibt Gott nicht?

Müßig scheint ihm diese Frage.
Der Schöpfer nennt ja keine Erdentage.
ER ist die Zeit, ER ist das Licht.
Menschlich’ Fühlen kennt ER nicht.

ER fragt nicht: „Wann und Wie und Wo?“
ER fragt niemals: „Warum, Wieso?“
ER ist nicht im Himmel, ist nicht im All!
ER, der Namenlose ist im Überall.

ER ist: das Du und Ich und Sie und Wir!
ER ist: Das Nirgendwo, das Hier!
ER ist alles, was der Mensch je denkt!
ER ist der, der im Vor- und Nachher alles lenkt.


Copyright © da Hihö
2013

Informationen zum Gedicht: ER ist die Zeit

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20.04.2019
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