Elegie an Dorit A.

Ein Gedicht von Thomas Fricke
1

Kann ich die Zeit nicht
rückwärtsgewandt einholen?
Dich zu lieben, die ich kalt
abwies, ist mir verwehrt?
Könnte ich wie Dracul
Ozeane der Zeit überqueren!

Kein feindlicher Krieger
schoss vergiftete Nachricht
in ein Schloss und
nahm die Liebste mir.
Ich selbst zerriss,
zerschnitt das Band.

2

Weißes Gesicht
im dunklen Haar

Augen süchtig
nach Leben

Die Vampirin
sucht mich heim

Ich kenne sie
von fernem Jahr

Sie spricht zu mir
berührt mich

Dringt in mich bis
Morgen graut

Erstveröffentlichung unter einem anderen Gedichttitel (Elegie an***.) in meinem Buch „Endlich ist der Eisbär weg!“, 2014.

Anmerkung
(Verszeilen 5/6): Könnte ich wie Dracul/Ozeane der Zeit
überqueren!: nimmt Bezug auf ein Zitat aus „Bram Stoker’s Dracula“,
Spielfilm von Francis Ford Coppola: „Ich habe Ozeane der Zeit überquert,
um dich zu finden.“ (Prinz Vlad Dracul zu Mina Murray).

Informationen zum Gedicht: Elegie an Dorit A.

22 mal gelesen
-
13.10.2021
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige