Die Mutter

Ein Gedicht von RickyK
Sie schaut aus dem Fenster, tagaus tagein,
ist einsam, verlassen und fühlt sich allein,
Die Kinder, sie waren ihr größtes Glück,
drum denkt sie so gern an die Zeit zurück.

Brachte manches Opfer in ihrem Leben,
für die Kinder hat sie stets alles gegeben,
sie hat sie behütet bei Tag und bei Nacht,
auf das eigene Wohl war sie nie bedacht.

In der größten Not fiel ihr immer was ein,
ihre Drei sollten froh und glücklich sein,
zog die Kinder alleine groß, Jahr für Jahr,
bis ein jeder von ihnen erwachsen war.

Sie wurde sehr krank und kam in ein Heim,
Kummer in ihr, wog schwer wie ein Stein,
hoffte, die Kinder würden sie besuchen,
reden und lachen, bei Kaffee mit Kuchen.

Anfangs bekam sie ab und zu einen Brief,
aber irgendwann lief dann einiges schief,
waren von Habgier und Ehrgeiz besessen,
die Mutter wurde ganz einfach vergessen.

Sie schaut auf die Tür, keiner kommt herein,
es wäre ihr Wunsch, nicht so alleine zu sein,
wieder läuft eine Träne über ihr Gesicht,
weil sie weiß, auch heute kommen sie nicht.

Eines Tages kamen sie tatsächlich vorbei,
es war nicht nur einer, sondern alle drei,
in der Hand einen Blumenstrauß, rosarot,
doch leider zu spät, ihre Mutter war tot.

© RickyK
Nehmt euch in die Arme solange ihr es noch könnt.

Informationen zum Gedicht: Die Mutter

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29.11.2018
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