Terror und Religion

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
In einem Glauben lebt man friedlich
froh gestimmt und meist nachgiebig
Auf Liebe und auf Recht bedacht
Ist man entsetzt, wenn doch mal kracht


Die IRA war stets katholisch
politisch war das und symbolisch
Karl der Große, fromm und klug
die Sachsen einfach niederschlug


So könnt‘ man lange weiterfahr‘n
doch wollen wir’s uns nicht erspar‘n
Zu fragen heute schon zu Recht
Ist das Islam, was da sich rächt?

Befremdlich ist’s der Religion
dass sie hier steht zur Diskussion
Salam und Frieden ist das Ziel
Ehrfurcht ist sie und kein Spiel

Doch wenn man sich total verirrt
Fanatisch es vor Kälte klirrt
Hat man den Glauben schwer missbraucht
Ihr Herz und ihren Geist geraubt


Zu der gutgemeinten, aber naiven Äußerung vieler Politiker und Geistlicher, dass die Anschläge in Paris im Januar 2015 nichts mit Religion zu tun hätten

Informationen zum Gedicht: Terror und Religion

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11.01.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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