Der unglaubliche Weg zum Gottkriegertum

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Der Weg beginnt in jungen Jahren
Wo man hat etwas erfahren
Was einen wirft aus seiner Bahn
Da ist das Ende von ‚profan‘

Mit Ernst beginnt man nun zu fragen
Religion hat Dir etwas zu sagen
Zieht Dich total in ihren Bann
Sie gibt Dir Halt, Du wirst ein Mann

Sie gibt Dir Vater, gibt Dir Mutter
Für Geist und Seele reichlich Futter
Du findest viele Gleichgesinnte
'Das ist doch niemals eine Finte!'

Die Sache hat nur einen Haken
Von oben diese Leute quaken
Ein absoluter Gott soll sein
Der Absolutes fordert ein:

Das Tanzen ist des Teufels Werk
Mit Wein wird es ein Sündenberg
Die Frau soll dies, der Mann soll das
Ernst ist das Leben, ohne Spass

So wird man immer radikaler
Des Lebens Wahrheit immer schmaler
Da braucht es manchmal nicht mehr viel
Und Glaube wird zum Teufelsspiel


Nach dem Bericht eines Aussteigers aus der Dschihadistenszene, dessen Familie aus Palästina nach Berlin zog, als er 3 Jahre alt war. Als in seiner Jugendzeit seine Mutter ins Koma viel und starb, begann er zu suchen und zu fragen und fand einige Prediger. Auch die beiden Brüder, die den Anschlag auf Charlie Hebdo verübten, verloren ihre Eltern früh und mussten in ein Heim in die ferne Bretagne.

Informationen zum Gedicht: Der unglaubliche Weg zum Gottkriegertum

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18.01.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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