Bruder Bruno

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Im Gebet war er zur Nacht
Da störte ihn ein lautes Quaken
Der Ochsenfrosch sang auch sein Lied
Das war noch schlimmer als die Schnaken

Gar wütend rief er da hinaus:
‚Gib Ruhe, Frosch, ich bete grade!‘ -
Des Heilgen Stimme wurd‘ gehört
Nun herrschte Stille - welche Gnade!

Doch kam ihm etwas in den Sinn
‚Vielleicht liebt Gott die Stimme beider?‘
Er überwand sich, rief erneut:
‚Mein lieber Frosch, so sing doch weiter!‘

Das Konzertier’n hub wieder an
Der ganze Teich fing an zu singen
Der Bruder störte sich nicht dran
War eins mit Gott und allen Dingen



Nach einer Geschichte des indischen Jesuitenpaters A.de Mello

Informationen zum Gedicht: Bruder Bruno

399 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 4,0 von 5 Sternen)
-
24.05.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige