Klapp trara, Meiner-Einer

Ein Gedicht von Hihö
(Nachdenkliches und so …)


Meiner-Einer kam nie um zu bleiben,
kam nur zu seh'n, was andere treiben.
Meiner-Einer blieb nirgendwo lang,
denn vom Bleiben ist mir stets bang.
*****

Meiner-Einer mag nicht gern lachen:
Müßt’ ich lügen, – müßt’ ich’s machen.
Meiner-Einer müßt's mal anders machen:
Müßt’ erst lügen – und dann lachen.
*****

Meiner-Einer ging stets zur Wahl,
früher am Berg – später im Tal.
Mit Lügen wird zuvor geschmissen,
nachher wird man stets besch…!

Meiner-Einer sieht Politiker
nur als bösartige Blutsauger.
Früher saugten Adelsbiester,
heute saugen Staatsminister.

Meiner-Einer wünschte sich daher
einen neumodernen Robespierre.
Meiner-Einer wünscht noch mehr,
nämlich: Eine Guillotine müßt her!
*****

Meiner-Einer ist ja meist lustig,
doch auch ab und zu mal frustig.
Dann sag ich: „Habt mich alle gern –
von Grinzing bis zum Praterstern!“
*****

Meiner-Einer möcht’ gerne reimen,
doch mir fällt nichts ein; es ist zum Weinen.
Kann nicht mal mehr ’nen Klapphornreim gestalten:
daher müßt’ ich eigentlich ab sofort die Klappe halten.
*****


Copyright © da Hihö
2015

Informationen zum Gedicht: Klapp trara, Meiner-Einer

7 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
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15.11.2019
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