Sommergewitter

Ein Gedicht von Helge Klein
Schwer drückt die heiße Luft das Land,
die Sonn' brennt auf der Haut.
Von Süden her zieht Wüstensand
im Wind. Die Stadt ergraut.

Am Himmel ziehen Wölkchen auf
und ballen sich zusammen.
Zu Bergen steigen sie hinauf.
Schon zucken Himmelsflammen.

Es neigen sich im harten Wind
die Bäume. Blätter fliegen.
Wolken verdecken bald geschwind'
die Sonn'. Wer wird wohl siegen?

Die schwarze Decke bricht. Sogleich
stürzt Regen auf die Erde.
Laut grollt ein harter Donnerstreich,
wie hundert wilde Pferde.

Doch schließlich unterliegt der Wind
dem frohen Himmelblau.
Im kühlen Dunst des Abends sind
vergessen Angst und Grau.

Ganz still und leis' zieht auf die Nacht.
Zurück kehrt wieder Frieden.
Vom Himmel scheint der Mond so sacht.
Für heute ist's entschieden!

Informationen zum Gedicht: Sommergewitter

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28.06.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Helge Klein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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