Kein Muss

Ein Gedicht von Desperado
Die Zeit steht still und was die Stunde schlägt,
ist mir entfallen zwischen Tag und Nacht,
und wer das All und auch die Erde trägt,
wer all dies Wunder hat gemacht
und was mein Auge hat gesehn,
es wird vergehn, nichts kann bestehn,
zu groß der Schmerz, zu tief die Qual
für eine Wahl.

Ich bin am Ende, kann nicht mehr,
es gibt nichts mehr, was da noch zählt,
mach mir das Leben nimmer schwer,
wozu um alles in der Welt
noch irgendwas beweisen,
da meine Züge mir entgleisen,
den Kummer nicht mehr fassen,
mich hängen lassen.

Ein letztes Mal will ich´s noch spüren,
ob es mich auch vernichtet,
magst mich denn wirklich nicht verführen,
jetzt, da es sich verdichtet,
das Fühlen und das Sehnen,
wenn sich die Stunden dehnen,
bevor dein Lächeln mich befreit
von allem Leid.

Informationen zum Gedicht: Kein Muss

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12.11.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Desperado) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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