Eingeborene

Ein Gedicht von Desperado
Schau nicht auf zum Himmel,
frag nicht wann es kommen wird,
und ob wir nicht genug gelitten,
vollbracht, erduldet und erstritten.
Von dort wird keine Hilfe kommen,
den Feinden keine Strafe blühen,
kein reicher Lohn für unsre Mühen,
das sage ich dir unbenommen.

Wir harrten länger als lange genug,
derweil die Welt zum Teufel geht,
was kümmert’s uns, lass sie doch gehen,
was geht’s dich an, sie wird schon sehen.
Leb unbeirrt im Heut und Hier,
lass Blinde doch die Blinden führen,
bis alle sie die Grube spüren,
die neue Welt trägst du in dir.

Informationen zum Gedicht: Eingeborene

94 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
17.12.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Desperado) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige