Altenschutz

Ein Gedicht von Desperado
Die Berge schweigen stumm, es rührt sie nicht,
der Wind weht nachts, als wäre nichts geschehen,
ein Volk in Angst in Häusern eingeschlossen
mit all den Kindern, jetzt zur schönen Frühlingszeit.

Denn so befiehlt man mir und lügt mir ins Gesicht,
und frage ich warum, wird's einfach übersehen,
da Wasser doch genug in Richtung Meer geflossen,
denn meinetwegen braucht es nicht dies Ungemach und Leid.

Kein Kind soll weinen wegen eines alten Deppen,
wie ich es bin, mein Leben hinter mir schon lange,
wenn ich auch nächtens manchmal darum bange,
so lass ich mich bei Tage nichtens neppen
von Wucherzahlen aus dem fernen Osten und dem Süden,
das End des Lebens ist nun mal der Tod hienieden.

Und kommt er etwas früher als gedacht, so tut er's eben,
das Wichtige ist doch davor das volle Leben,
das auszukosten jedem frei gestellt,
hat er's versäumt, hat selbst er sich darum geprellt.

Wenn's mich erwischen soll, erwischt es mich,
und will's mich töten, wird es dies auch tun,
ob ich durch Fluren wandle oder interniere mich,
hin leg ich mich, vom langen Tage auszuruhn.

Informationen zum Gedicht: Altenschutz

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29.03.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Desperado) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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