Worte an einen Freund

Ein Gedicht von CarolaS
Mein Freund, ich hör dir gerne zu,
doch wieder willst du reden nur von ihr!
Was ich auch meine, was ich denk dazu,
ja, möchtest du es wirklich hör'n von mir?

Du bist wie Wachs in ihren Händen
und schmilzt dahin, wenn dich ihr Blick berührt.
Oh, kann das jemals glücklich enden,
wenn die Hoffnung immer wieder Feuer schürt?

Schon viel zu lang bist du ihr Unterhalter und ihr Retter,
Inspiration und Zeitvertreib,
Philosoph und Redner übers Wetter,
Seelentröster und auch Wonne für den Leib.

Du schenkst ihr deine besten Jahre
und lenkst gebannt auf sie den Blick.
Doch glaube mir, ein enges Band verbindet Paare
und ihre lange Leine ist ein Trick.

Denn träumst du nicht davon im langen Winter
zu sein für alle Zeit ihr Mann,
der stolze Vater ihrer Kinder
und glücklich auch ihr Ein und Alles dann?

Oh, könntest du es nur durch deine rosarote Brille se'n ...
Zu deinem Schmerz schaut sie doch gar nicht hin!
Denn wie könnte sie ihn sonst ertragen
und dir deinen Traum versagen?
Sie wird nie mit dir in eine Richtung geh'n,
du bist für sie ihr Harlekin!

Mein Freund, wach endlich auf!

Ich möchte schütteln dich ... und ganz fest halten,
und weiß es doch, jetzt ist der Punkt zu schweigen.
Denn da, wo stark des Herzens Kräfte walten,
muss ich vor einer tiefen Liebe mich verneigen.

Ich konnt in deinen Augen sie vernehmen,
beglückend, schmerzlich und so echt.
Schon immer konnte sie des Menschen Geiste lähmen.
Die Liebe, sie hat immer recht!

Informationen zum Gedicht: Worte an einen Freund

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15.10.2018
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