Glückspilz oder Pechvogel

Ein Gedicht von Carmen Böning
Verfolgt vom Pech, verfolgt vom Desaster,
da hilft kein Trost, da hilft kein Pflaster,
Der Pechvogel denkt
"was für ´ne Grütze"
und tritt schon morgens rein in die Pfütze.

Verfolgt von Glück, verfolgt von Wonne,
die Welt ist schön, es scheint die Sonne,
der Glückspilz denkt
"welch goldener Regenbogen"
ihm kommen die Vöglein aus dem Hintern geflogen.

Tja lieber Glückspilz,
genieße die Zeit,
denn Glück ist vergänglich,
bald ist es soweit.

Dann trifft "D i c h" das Pech,
du kannst es kaum fassen,
dann geht es bergab,
nicht hoch die Tassen,
da kannst du ruhig jammern,
die Fäuste ballen,
wer hoch auf dem Ast,
kann furchtbar tief fallen.

Zwar ist die Welt nicht immer gerecht,
doch manchmal da ist sie´s,
das find ich nicht schlecht.

Informationen zum Gedicht: Glückspilz oder Pechvogel

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18.04.2014
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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