Profil von Ewald Sonnenschein

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Anzahl Gedichte: 26
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Titel
26 Strom ... 23.07.21
Vorschautext:
Erst Bach, dann Fluss, ja, auch mal Meer von Daten
Ist er mal materiell, mal gegenstandslos geraten
Mal Strom von Geld, mal vom Insekt,
wobei der Gedanke von einer kribbelnden Ameisenstraße geweckt

Der Strom fließt in jedem Fall, das ist markant
Von A nach B und, unter der Hand
Gegebenenfalls auch mal zurück
Und sei es nur ein kleines Stück

Grund für den Fluss sind oftmals Potentiale
Respektive Höhenareale
...
25 Laufen 21.07.21
Vorschautext:
Gehend schnellen
Bewegung singen

Das Gemüt aufhellen
auf höchste Höhen schwingen

Durch die Poren atmen
In Schweiß geraten

Den Scheitelpunkt erreichen
Die Willenskraft erweichen

...
24 Das Schicksal und der Tod 20.07.21
Vorschautext:
Das Schicksal und der Tod, wenn ich es richtig deute,
arbeiten stets Hand in Hand.
Betroffen von beider Plan und Werk sind alle mir bekannten Leute,
beide wohnen mit uns, Wand an Wand.

Es scheint das Schicksal in der Jugend stets bemüht,
den Tod zu übergeh´n,
es scheint, dass das Schicksal in der Jugend vor Geschick und Ideen sprüht,
nahe am Lebensende jeodch, sinnt es nur noch auf´s Vergeh´n.

Das Schicksal spinnt seine Fäden meist über´s Leben,
es kennt viel Freud und Leid.
...
23 Ein apokalyptischer Sommer 20.07.21
Vorschautext:
Lange Tage
Sehr viel Licht
Bange Frage
Wer kennt das nicht?

Oft Morgens in der Frühe
Schon im Schweiß gebadet
Läuft die Brühe
Selbst dem, der sonst begnadet

Die Sonne sengt meist von oben auf das Fell
Der Himmel droht, ja, heut wird’s heiß
...
22 Die Fete und das Fasten 10.07.21
Vorschautext:
Eine große Fete sei geplant!
Wozu Kartoffeln, Karotten und Kohlrabi, wer hätte es geahnt,
neben Oliven, Champignons, Kopfsalat und auch Tomaten,
die auf undurchsichtigen Pfaden dazu geraten,
sich eingeladen und einen Weg gebahnt.

Nicht allzu dringend gebraucht,
doch mangels Zeit nicht ausgeladen,
scheint´s mir als sei der Rettich gar erlaucht,
sich in den Kreis hineinzuwagen
und sei so, wohl freundlich noch begrüßt in dieser Runde,
die durch unsere Hände wird geführt zum Munde.
...
21 Richtung Süden 09.07.21
Vorschautext:
Verflochten, gerastert und geteert,
führen die Straßen mal gerad‘, mal auf und ab, über Berg und Tal.
Ohne sie ist unsere Bewegung sehr erschwert,
für manchen sind sie gar der heil´ge Gral.

Aus der Stadt schnell raus auf‘s Land,
wie geht das ohne Qual?
Über ein geradgebogenes dunkelgraues Band,
hin zur Autobahn der Wahl…

Die Fahrt führt Richtung Süden,
der Himmel blau und tief,
...
20 Der Naturfotograf (eine Fiktion) 08.07.21
Vorschautext:
Eines Morgens nach ´ner dunklen Nacht,
war der Naturfotograf erwacht.
Waschen, Duschen, seifenfrei,
Zähne putzen, einerlei,
Hose, Hemd und Jacke an,
an die Füße Schuhe dran,
so stand er auf, ´s war noch duster, nicht mal hell
und packte dann die Kam´ra schnell.

Drei Schritte vor der Tür,
verließ ihn erstmal das Gespür.
Durchs lange Objektiv,
...
19 Die Sonne, der Mond und viele Sterne 08.07.21
Vorschautext:
Sonne, Mond und Sterne,
das Alter liegt in weiter Ferne.
Das Herz schlägt bei uns am rechten Fleck,
wir schlagen noch Purzelbäume über Eck.

Sonne, Mond und Sterne,
Kirschen enthalten Kerne.
Wir spucken sie soweit es geht,
wir hoffen, dass man uns versteht.

Sonne, Mond und Sterne,
alle Menschen lieben Wärme.
...
18 Der Frühling 07.07.21
Vorschautext:
Die Tage sind derweil freundlicher als am Jahresanfang
Die Sonne macht uns wieder Kraft
Tief im Ohr liegt mir leiser Wohlgesang
Das haben die Sonne und des Tages Länge wohl geschafft

Die Blumen recken schon seit Wochen ihre Blüten hoch empor
Bei Wärme riecht man süßen Nektarduft
tausendfach und unverdrossen, ein guter Geist sie wohl beschwor
sich zu verströmen in die milde Frühlingsluft

Kirschen, Birnen und auch Apfelbäume
entführen uns ins Reich der Tagesträume
...
17 Die moderne Hassliebe 06.07.21
Vorschautext:
Der Kaffee des Morgens, nach dem Erwachen,
dann, wenn das Auto aus der Garage rollt,
macht die Augen des Fahrers lachen,
nun erst, ist ihm seine Seele hold.
Die Sonne, weit im Osten scheint aus warmem Gold.
Sanft Gas gegeben, macht das Fahrzeug Sachen,
der Motor leise grollt.
Was will der Herrgott da noch machen?

Männlein, Weiblein sitzen zufrieden,
hinter ´ner Scheibe aus nicht allzu dickem Glas,
nebeneinander, in Stille staunend, sind sie hingetrieben,
...
16 Mit dem Radel über´s Land 05.07.21
Vorschautext:
Vorn und hinten, fluchtend, je ein Rad,
ist man mit so ´nem Ding auf Draht.
Ganz wie neu, rollt und fährt sich das Fahrrad gut,
in des Radlers Herz entfacht`s die Glut.

Die Anatomie, ein Trapez, der Rahmen aus geschweißtem Rohr,
von schwarzer Farbe, Non-Color,
geschaltet wird mit einer Hand,
das Getriebe funktioniert brillant.

Vorn trägt das gute Stück am Vorbau den robusten Lenker,
der Radler steuert damit über die Wege, von Zeit zu Zeit mit einem kleinen Schlenker.
...
15 Die Zeit 05.07.21
Vorschautext:
Einen Moment, bitte …

Gemeint ist nicht die Uhr die tickt,
die empfindet man stets als ziemlich ungeschickt.
Eher ist es etwas wie der freie Blick nach vorn,
der ungetrübt von Sorgen, ohne Ängste oder Zorn.

Zeit ist nicht der stete Schritt in eine Richtung,
der niemals führt zurück.
Vielmehr bedeutet Zeit, dass Zufriedenheit und Ruhe in balancierter Ausgewichtung,
die Zeit erscheint dabei wie ein Gefühl von großem Glück.

...
14 Alt 29.06.21
Vorschautext:
Altes Eisen, alter Stahl,
Alles in Allem, es war einmal!

Konstruiert von Doktoren und Ingenieuren,
will Altes heute Niemandem gehören.

Arbeiterhände schafften einstmals schließlich,
was den hohen Herren an Dinglichkeit wohl stets verdrießlich.
Mit schmutzigen Händen, hartem Griff,
bauten sie aus Stahl gar manches Schiff.

Am Ende abgewrackt und weggelegt,
...
13 Der Sinn 29.06.21
Vorschautext:
Nichts in des Menschen Welt,
dass seinen Sinn des Tages so erhellt,
wie der Sonne leuchten,
denn sie will alle Dunkelheit verscheuchen.

Nichts in des Menschen Welt,
dass seinen Sinn so sehr erhellt,
wie anderer Menschlein Singen,
wie Stimmen, die von geliebten Freunden an seine Ohren dringen.

Nicht in des Menschen Welt,
dass seinen Sinn so erhellt,
...
12 Der Mond und ein bisschen Sonne… 29.06.21
Vorschautext:
Der Mond und ein bisschen Sonne…

Der Mond so groß am Himmelszelt,
wacht er über der Menschen Welt.
So blass wie er von oben scheint,
hat er uns alle wohl im Traum vereint.

Freunde des Mondes sind die vielen Sterne,
doch die liegen in allzu weiter Ferne.
Wir staunen über ihre große Zahl,
wenn sie glänzen über´m dunklen Tal.

...
11 Zwiesprache 29.06.21
Vorschautext:
Das innere Ohr erfüllt mit glockenfeinem Elfenklang,
hört der Mensch seiner Lehrer Lobgesang.
„Ich bin sicherlich froh!“, denkt er weise,
senkt seine Stimme, die zuvor schon leise.

Er fragt sich: Wie schauts aus, in der großen Welt?
Bin ich zu ihr wohl richtig eingestellt?
Denk ich vielleicht nur an mich alleine?
Was stell´ ich des Tags auf stabile Beine?

Außer Kummer, Angst und Sorgen, Pein …
… was nenn ich denn sonst noch mein?
...
10 Mensch! 29.06.21
Vorschautext:
„Mensch“ sagt man öfters mal ohne sich dabei was Besonderes zu denken,
will keinesfalls mit diesem Worte kränken,
vielmehr will der innere Dialog selbst zu Aussprüchen dieser Art hinlenken,
wenn Verstand, Nachsicht und Gefühl in Richtung auf „Freundschaft“ schwenken.

„Mensch!“ sagt man häufig mal exklamativ,
insbesondere dann, wenn man spürt, ein Fluch wäre viel zu destruktiv.
Manchmal formuliert man das „Mensch?“ auch unterschwellig fragend,
oft den Anflug eines Vorwurfs in sich tragend.

Sinngemäß wie: Pass doch auf!
Oder aber: Muss das sein?
...
9 Melancholie 23.06.21
Vorschautext:
Die Morgenröte verkriecht sich heute hinter sieben grauen Wolkenmeeren.
Am Himmel keine Sonnenkugel, die erfüllt mit Lichterspeeren.
Mehr mikroskopisch kleine, fein verteilte Regentropfen,
dazu Saharastäube, die unsere freie Sicht zum Sonnenstern verstopfen.

Heimlich sammelt sich das Wasser zu Perlen, klein und rund,
die brechen zaghaft bloß das Licht, aschfahl nur und wenig bunt.

Das leicht getrübte Nass rinnt von Zeit zu Zeit am Fensterglas hinab,
hinterlässt dabei sekundenweise Fährten beinah ohne jede Spur,
die Dunkelheit nimmt schleichend langsam ab,
der Wolkenhimmel zeigt sich mit arg bauchiger Figur.
...
8 Die reife Orange 23.06.21
Vorschautext:
Im Grunde ist es eine Apfelsine,
wie sie da hängt, beinahe frei schwebend im Raum,
hängt sie doch am Stiel,
nahe beim Blatte,
im Schatten,
am Baum.

Im Grunde ist es eine Apfelsine,
wie sie da hängt, mit ihrer Orangenhaut.
Ja, auch sie spendet Schatten,
doch ganz ohne Licht,
kann sie das nicht.
...
7 Das Honigkuchenpferd 23.06.21
Vorschautext:
Das eitelschöne Honigkuchenpferd,
ist im Allgemeinen vom Durchschnittsmenschen schnell entehrt.
Bedenken erwachsen schon, wenn man sein feistes Lächeln sieht,
ahnt man doch, dass sein Bann den Menschen oftmals tief in einen Abgrund zieht!

Des Honigkuchenpferdes braune, stumpfe, stumm gespitzte Stimme,
bewirkt gute Laune und verheißt mehlig dumpfe, dumm besetzte zuckersüße Freuden für die Sinne.
Seine liebesleisen Zauberworte,
hört man schon an des Bäckerladens Eingangspforte.

Sein pudersüßes, starres Mienenspiel,
treffend vom Bäcker ausgesonnen,
...
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