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Ein Gedicht von Horst Fleitmann - Zum Profil
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Das Leben, es gleicht einem Fluss,
der, von der Quell, zum Meere muß.
Als junges Bächlein, in den Wiesen,
kann es sein Sprudeln, jung, genießen.
Im Lauf der Zeit, hat's viel gelernt,
seit dem's sich, von dem Born, entfernt.

Als Flüsschen räumt's, auf seinem Weg
ins Tal, schon erste Kiesel weg,
die ihm den graden Lauf verstellen.
Jetzt wird er Fluss, zeigt erste Wellen,
die, wenn ein Fels im Wege liegt,
er kraftvoll und auch schnell umstiebt.

Nun trifft der Fluß auf einen zweiten,
die, jetzt vereint, den Lauf beschreiten.
Endlich, nach seinem langen Wege,
fließt er, als Strom, schon etwas Träge.
Durch viele Mündungsarme dann,
ergießt er sich im Ozean.

Der Fluß, er stirbt nicht, ist nicht tot
es gibt auch keine Schlucht, die droht,
ihn voll und ganz, nun, zu verschlingen.
Der Fluß will sich nur, ein- hier bringen,
in eine andre Daseinsform.
Der Lebenskreis beginnt von vorn.

Die Sonne ist das Licht im Leben
durch sie kann er sich nun erheben,
der Tropfen, der als Dunst hernach
die Wolke bildet mit Gemach.
Sie trägt ihn zu den Bergen dann
dort regnet ab sie, irgendwann.

Läutert sich im Gestein, sehr schnell.
Tritt neu hervor, als junger Quell,
der, wie milliardenfach vorher,
den Weg sucht, wieder hin, zum Meer.
Kein Tropfen Wasser fließt vergebens,
im ew'gen Kreislauf unsres Lebens.
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